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Ernährung & Fütterung

Was dürfen Hunde essen? Tabelle mit 41 Lebensmitteln

Hunde dürfen vieles essen, was auch bei Ihnen auf dem Teller liegt: Apfel, Karotte, Gurke, Heidelbeeren, gekochten Reis, mageres gegartes Hühnchen, Naturjoghurt. Tabu sind Weintrauben und Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch, Lauch, Schokolade, Xylit, Macadamianüsse, Avocado, roher Hefeteig, Alkohol und Koffein. Alles, was kein Alleinfutter ist, sollte zusammen höchstens zehn Prozent der Tagesration ausmachen.

Lebensmittel nachschlagen

41 Lebensmittel mit Urteil und Hinweis. Filtern oder Namen eingeben.

Lebensmittel Urteil Hinweis
Apfel Ja Kerngehäuse entfernen, in Spalten oder gerieben
Banane In Maßen viel Fruchtzucker, ein bis zwei Scheiben genügen
Birne Ja reif, entkernt, klein geschnitten
Erdbeere Ja Grün und Stiel entfernen, gründlich waschen
Heidelbeere Ja ganze Beeren, kalorienarmes Trainingsleckerli
Wassermelone Ja ohne Schale und Kerne, sehr wasserreich
Clementine In Maßen geschält und kernfrei, die Fruchtsäure reizt empfindliche Mägen
Karotte Ja roh zum Kauen, gedünstet und püriert besser verwertbar
Gurke Ja kalorienarm und wasserreich, gut an heißen Tagen
Kohlrabi Ja klein geschnitten, langsam einführen, Blätter sind essbar
Zucchini Ja nur Speisezucchini, bitter schmeckende Früchte wegwerfen
Kürbis Ja nur Speisekürbis, gegart und ohne Schale
Spinat In Maßen Oxalsäure, nicht bei Nieren- oder Harnsteinproblemen
Kartoffel In Maßen ausschließlich gekocht und geschält, roh enthält sie Solanin
Reis Ja weich gekocht, klassischer Bestandteil der Schonkost
Haferflocken Ja in Wasser oder ungesalzener Brühe aufgequollen
Nudeln In Maßen gekocht und ungewürzt, liefern fast nur Energie
Reiswaffel In Maßen nur ungesalzen, reine Stärke ohne nennenswerten Nährwert
Quark In Maßen Magerquark, laktosearm, ein Esslöffel als Beigabe
Frischkäse In Maßen fettarme Sorte, ein Klecks als Tablettenversteck
Joghurt In Maßen Naturjoghurt ohne Zucker und ohne Süßstoff
Ei Ja durchgegart, rohes Eiklar bindet Biotin
Hühnchen Ja gegart, ohne Haut, ohne Knochen, ungewürzt
Lachs Ja gegart und grätenfrei, roher Fisch kann Parasiten tragen
Räucherfisch In Maßen stark gesalzen, allenfalls ein Bissen und nicht regelmäßig
Sonnenblumenkerne In Maßen fettreich, nur geschält und nur wenige Kerne
Honig In Maßen reiner Zucker, nicht für Welpen im ersten Lebensjahr
Kamillentee Ja lauwarm und ungesüßt, zusätzlich zum frischen Wasser
Weintrauben Nein können akutes Nierenversagen auslösen, keine sichere Dosis bekannt
Rosinen Nein getrocknet und damit konzentrierter als frische Trauben
Zwiebel Nein zerstört rote Blutkörperchen, auch gekocht, getrocknet und als Pulver
Knoblauch Nein gleicher Mechanismus wie die Zwiebel, auch in kleinen Mengen kritisch
Lauch und Porree Nein gehören zur selben Pflanzengattung wie Zwiebel und Knoblauch
Schokolade Nein Theobromin, Zartbitter und Kakaopulver gefährlicher als Vollmilch
Avocado Nein enthält Persin, dazu ist der Kern ein Verschlussrisiko
Macadamianuss Nein löst Schwäche, Zittern und Erbrechen aus
Xylit (Birkenzucker) Nein treibt den Insulinspiegel hoch, schon Kleinstmengen sind kritisch
Roher Hefeteig Nein gärt im Magen weiter und bildet Gas und Alkohol
Alkohol Nein auch kleine Mengen wirken toxisch
Kaffee und Koffein Nein Herzrasen, Unruhe, im schlimmen Fall Krämpfe
Rohes Schweinefleisch Nein Risiko einer Aujeszky-Infektion, für Hunde immer tödlich

Aktualisiert am 31.08.2026 · 9 Min. Lesezeit

Die Zehn-Prozent-Regel: wie viel neben dem Futter überhaupt Platz hat

Ein Alleinfuttermittel deckt den Bedarf Ihres Hundes vollständig ab. Jedes Stück Obst, jeder Löffel Quark und jedes Leckerli kommt oben drauf und verschiebt die Bilanz aus Energie, Kalzium und Phosphor. Als Orientierung hat sich durchgesetzt: Alles, was kein Alleinfutter ist, bleibt zusammen unter zehn Prozent der Tagesration, und die Futtermenge wird um diesen Anteil gekürzt.

Zehn Prozent klingen nach mehr, als sie sind. Ein zehn Kilogramm schwerer Hund braucht je nach Alter und Aktivität grob 500 bis 700 Kilokalorien am Tag, zehn Prozent davon entsprechen etwa einer kleinen Handvoll Obst oder einem gehäuften Esslöffel Quark. Rechnen Sie den Bedarf Ihres Hundes einmal konkret durch, bevor Sie Extras verteilen: die Anleitung Futtermenge für den Hund berechnen führt Sie Schritt für Schritt hindurch.

Zwei Einschränkungen gehören dazu. Erstens gilt die Regel für gesunde erwachsene Hunde, bei Nieren-, Leber- oder Pankreaserkrankungen entscheidet die Tierärztin oder der Tierarzt, was zusätzlich auf den Napf darf. Zweitens ersetzt kein Obst und kein Gemüse eine ausgewogene Ration, wie sie der Leitfaden zur gesunden Hundeernährung beschreibt.

Wie die drei Urteilsstufen zu lesen sind

Die Spalte Urteil kennt drei Stufen. Ja heißt: in üblicher kleiner Portion und regelmäßig unbedenklich. In Maßen heißt: gelegentlich und in deutlich kleinerer Menge, oft mit einer Einschränkung. Nein heißt: gar nicht, auch nicht probeweise.

Obst und Gemüse: an der Zubereitung entscheidet sich der Nutzen

Pflanzenzellen sind von Zellulose umschlossen, und Hunde können Zellulose kaum aufschließen. Ein grob geschnittenes Karottenstück kommt deshalb weitgehend unverdaut wieder heraus. Wollen Sie, dass die Inhaltsstoffe ankommen, dünsten oder pürieren Sie das Gemüse. Wollen Sie nur eine kalorienarme Beschäftigung, ist das rohe, große Stück genau richtig, solange Ihr Hund es tatsächlich kaut und nicht im Ganzen schluckt.

Bei Obst gilt: Kerne und Steine gehören weg. Apfel- und Birnenkerne enthalten Amygdalin, aus dem im Körper Blausäure freigesetzt werden kann, und der Stein einer Pflaume oder Aprikose kann den Darm verlegen. Waschen Sie Schalenobst gründlich, gerade bei behandelter Importware. Und rechnen Sie den Fruchtzucker mit: Obst ist für einen Hund ein Snack, keine Beilage.

Die dreizehn Tabus und der Mechanismus dahinter

Ein Verbot bleibt nur im Kopf, wenn der Grund dazu bekannt ist. Diese Stoffe wirken jeweils über einen eigenen Weg:

  • Weintrauben und Rosinen: können akutes Nierenversagen auslösen. Welche Substanz genau verantwortlich ist, gilt als nicht abschließend geklärt, Weinsäure wird diskutiert. Die Empfindlichkeit ist individuell sehr unterschiedlich, deshalb existiert keine als sicher geltende Menge.
  • Zwiebeln, Knoblauch, Lauch: ihre Schwefelverbindungen schädigen die roten Blutkörperchen und lösen eine Blutarmut aus. Hitze zerstört sie nicht, gekochte Zwiebeln in der Sauce und Zwiebelpulver in der Gewürzmischung zählen mit.
  • Schokolade: das enthaltene Theobromin baut der Hund nur langsam ab. Der Gehalt steigt mit dem Kakaoanteil, Zartbitterschokolade und Backkakao sind deutlich gefährlicher als Vollmilchschokolade.
  • Xylit: der Zuckeraustauschstoff, auch als Birkenzucker verkauft, lässt beim Hund massiv Insulin ausschütten und den Blutzucker abstürzen. Schon sehr kleine Mengen sind kritisch, und Xylit steckt oft unauffällig in Kaugummi, Bonbons, Zahnpasta und zuckerfreiem Gebäck.
  • Macadamianüsse: lösen Schwäche, Zittern, Erbrechen und Bewegungsstörungen aus. Der Wirkmechanismus ist unklar, das Bild aber gut dokumentiert.
  • Avocado: enthält Persin, dessen Verträglichkeit je nach Tierart stark schwankt. Beim Hund kommt der große, glatte Kern als Risiko für einen Darmverschluss dazu.
  • Roher Hefeteig: gärt in der Magenwärme weiter, dehnt sich aus und setzt dabei Alkohol frei. Das ist eine der wenigen Situationen, in denen ein an sich harmloses Lebensmittel zum Notfall wird.
  • Alkohol und Koffein: beide wirken auf das Nervensystem und das Herz, bezogen auf das Körpergewicht schon in Mengen, die für Menschen unauffällig sind.

Rohes Schweinefleisch steht aus einem anderen Grund auf der Liste: Es kann das Aujeszky-Virus übertragen, gegen das es beim Hund keine Behandlung gibt. Wer roh füttert, sollte die Regeln dazu kennen, die BARF-Anleitung geht darauf ein.

Verdacht auf Vergiftung: was in der ersten Stunde zählt

Rufen Sie die Praxis oder die Tierklinik an, bevor Sie irgendetwas anderes tun, und zwar auch dann, wenn Ihr Hund noch munter wirkt. Bei vielen Vergiftungen liegen zwischen Aufnahme und ersten Symptomen Stunden, und ein früh entleerter Magen ist der wirksamste Hebel. Halten Sie am Telefon drei Angaben bereit: was der Hund gefressen hat, wie viel davon, wann es passiert ist, dazu das Körpergewicht.

Lösen Sie kein Erbrechen auf eigene Faust aus. Salz und Wasserstoffperoxid, die in Foren kursieren, können eigene Schäden anrichten. Neben der Tierarztpraxis gibt es in Deutschland und Österreich Giftinformationszentralen, die auch bei Tieren Auskunft geben, die Nummern finden Sie über die Notfallseite der jeweiligen Zentrale. Für den häufigsten Fall haben wir eine eigene Seite: Hund hat Weintrauben gefressen beschreibt das Vorgehen Schritt für Schritt.

Ein neues Lebensmittel einführen: einzeln, klein, mit Abstand

Geben Sie immer nur eine neue Zutat auf einmal und beginnen Sie mit einem Bissen, bei kleinen Hunden mit einem halben. Warten Sie zwei bis drei Tage und achten Sie auf Kotkonsistenz, Blähungen, Juckreiz und gerötete Ohren. Bleibt alles unauffällig, können Sie die Menge langsam auf die für die Größe Ihres Hundes sinnvolle Portion steigern.

Der Grund für dieses Tempo ist praktisch: Reagiert Ihr Hund auf drei gleichzeitig eingeführte Neuheiten, wissen Sie hinterher nicht, welche es war. Wiederholen sich Verdauungsprobleme oder Hautsymptome über Wochen, führt der Weg über eine strukturierte Ausschlussdiät und nicht über weiteres Ausprobieren. Bei akut weichem Kot ist dagegen erst einmal Schonkost die richtige Antwort.

Reste vom Teller sind eine eigene Kategorie

Die meisten Zwischenfälle entstehen nicht durch ein Stück rohe Karotte, sondern durch fertig gekochte Gerichte. Sauce, Braten und Auflauf enthalten fast immer Zwiebel oder Knoblauch, dazu Salz in einer Größenordnung, die für einen Hund nicht gedacht ist. Gewürzte Reste sind deshalb keine kleine Sünde, sondern der wahrscheinlichste Weg, wie ein Tabu doch im Napf landet.

Zwei weitere Klassiker: Gekochte Knochen splittern und können den Verdauungstrakt verletzen, wer seinem Hund etwas zum Kauen geben will, greift besser zu geeigneten Kauartikeln für die Zahnpflege. Und sehr fettige Reste wie Bratenfett oder Wurstenden können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen, die tierärztlich behandelt werden muss. Wenn Sie ohnehin gerade prüfen, was täglich in den Napf kommt, lohnt der Blick in den Vergleich von Discounter- und Markenfutter: Die Basis entscheidet mehr über die Gesundheit als jedes Extra.

Häufige Fragen

Was dürfen Hunde auf keinen Fall essen?

Zu den absoluten Tabus zählen Weintrauben und Rosinen, Zwiebeln, Knoblauch und Lauch, Schokolade, Xylit, Macadamianüsse, Avocado, roher Hefeteig, Alkohol, Koffein und rohes Schweinefleisch. Diese Lebensmittel wirken jeweils über einen eigenen Mechanismus toxisch, von der Zerstörung roter Blutkörperchen bis zum Nierenversagen. Bei Verdacht auf Aufnahme rufen Sie unabhängig von der Menge die Tierarztpraxis an.

Wie viel Obst und Gemüse darf ein Hund am Tag bekommen?

Als Orientierung gilt die Zehn-Prozent-Regel: Alles neben dem Alleinfutter zusammen sollte höchstens zehn Prozent der Tagesration ausmachen. Bei einem Hund unter 10 Kilogramm sind das ein bis zwei kleine Stücke Obst oder Gemüse am Tag, bei einem großen Hund über 25 Kilogramm eine kleine Handvoll. Die Futtermenge sollte im Gegenzug entsprechend gekürzt werden.

Braucht ein Hund überhaupt Obst und Gemüse?

Ein ausgewogenes Alleinfutter deckt den Bedarf vollständig ab, Obst und Gemüse sind also keine Pflicht. Sinnvoll sind sie als kalorienarme Alternative zu Leckerlis, als Beschäftigung beim Kauen und als Flüssigkeitsquelle an heißen Tagen. Bei selbst gekochten oder rohen Rationen sieht das anders aus, dort gehört die Zusammenstellung fachlich begleitet.

Mein Hund hat ein Stück Schokolade gefressen, wie schlimm ist das?

Entscheidend sind der Kakaoanteil und das Körpergewicht des Hundes: Zartbitterschokolade und Backkakao enthalten deutlich mehr Theobromin als Vollmilchschokolade, und ein kleiner Hund verträgt entsprechend weniger. Rufen Sie die Tierarztpraxis an und nennen Sie Sorte, Menge, Zeitpunkt und Gewicht. Warten Sie nicht ab, bis Unruhe, Erbrechen oder Herzrasen auftreten.

Dürfen Hunde Milchprodukte essen?

Viele erwachsene Hunde vertragen Laktose schlecht, weil die Aktivität des Enzyms Laktase nach der Welpenzeit abnimmt. Laktosearme Produkte wie Magerquark, Naturjoghurt und Hartkäse werden meist besser vertragen als Milch. Ein Esslöffel als Beigabe ist bei den meisten Hunden unproblematisch, größere Mengen führen häufig zu weichem Kot.

Sind Essensreste vom Teller in Ordnung?

Gekochte Gerichte sind für Hunde meist ungeeignet, weil sie fast immer Zwiebeln oder Knoblauch, viel Salz und Fett enthalten. Gekochte Knochen splittern und können den Verdauungstrakt verletzen, sehr fettige Reste können eine Bauchspeicheldrüsenentzündung auslösen. Ungewürzte Einzelkomponenten wie gekochter Reis oder gegartes Hühnchen ohne Haut sind dagegen unbedenklich.

Woran erkenne ich, dass mein Hund ein Lebensmittel nicht verträgt?

Typische Zeichen sind weicher Kot oder Durchfall, vermehrte Blähungen, Erbrechen, Juckreiz und wiederkehrende Ohrenentzündungen. Führen Sie neue Lebensmittel deshalb einzeln und in kleiner Menge ein und warten Sie zwei bis drei Tage ab. Halten Symptome über Wochen an, klärt eine tierärztlich begleitete Ausschlussdiät die Ursache zuverlässiger als weiteres Ausprobieren.

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